Pallade Veneta - Armeechef: Militärische Lage in der Ostukraine "erheblich verschlechtert"

Armeechef: Militärische Lage in der Ostukraine "erheblich verschlechtert"


Armeechef: Militärische Lage in der Ostukraine "erheblich verschlechtert"
Armeechef: Militärische Lage in der Ostukraine "erheblich verschlechtert" / Foto: Roman PILIPEY - AFP/Archiv

Die militärische Lage im Osten der Ukraine spitzt sich nach Angaben der Armeeführung zu: "Die Lage an der Ostfront hat sich in den vergangenen Tagen erheblich verschlechtert", sagte Armeechef Oleksandr Syrsky am Samstag. Seit der Präsidentschaftswahl in Russland vor einem Monat habe die russische Armee ihre Offensive "deutlich verstärkt". Die Ukraine wolle daher "die problematischsten Verteidigungs-Zonen mit elektronischer Kriegsführung und Luftverteidigung verstärken", kündigte Syrsky an.

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Bereits vor Tagen hatte die ukrainische Armee von einer "schwierigen und angespannten" Lage rund um die Stadt Tschassiw Jar gesprochen. Das Gebiet liege "unter Dauerfeuer". Tschassiw Jar liegt etwa 20 Kilometer westlich von Bachmut, das im Mai vergangenen Jahres nach monatelangen Kämpfen von russischen Truppen erobert wurde.

"Der Feind greift unsere Stellungen in den Sektoren Lyman und Bachmut mit von gepanzerten Fahrzeugen unterstützten Kampfgruppen an", sagte Syrsky. Im Gebiet Pokrowsk versuchten russische Truppen, die ukrainischen Verteidigungslinien mit dutzenden von Panzern und gepanzerten Truppen zu durchbrechen.

Laut dem Armeechef ist Russland dabei, seine Truppen mit neuen Einheiten zu verstärken. Dadurch erziele die russische Armee "zeitweise taktischen Erfolg". Nur durch den Einsatz von High-Tech-Waffen könne es der Ukraine gelingen, "technische Überlegenheit über den Feind zu erlangen", mahnte Syrsky: "Nur so können wir einen größeren Feind besiegen und die Bedingungen schaffen, strategisch die Initiative zu ergreifen." Zudem müsse die Ausbildung der ukrainischen Soldaten vor allem im Bereich der Infanterie verbessert werden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky hatte angesichts der schwierigen Lage im Osten des Landes vor wenigen Tagen vor einer Niederlage seines Landes im Krieg gegen die russischen Angreifer gewarnt. Die Ukraine wartet händeringend auf weitere Militärhilfe der USA, die seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 wichtigster militärischer Unterstützung des Landes waren. Seit Ende vergangenen Jahres blockieren die Republikaner im US-Kongress unter Druck des früheren Präsidenten Donald Trump ein neues Ukraine-Hilfspaket im Umfang von 60 Milliarden Dollar (rund 55 Milliarden Euro).

E.Magrini--PV

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