Pallade Veneta - Berufungsprozess gegen zwölf Demokratieaktivisten in Hongkong begonnen

Berufungsprozess gegen zwölf Demokratieaktivisten in Hongkong begonnen


Berufungsprozess gegen zwölf Demokratieaktivisten in Hongkong begonnen
Berufungsprozess gegen zwölf Demokratieaktivisten in Hongkong begonnen / Foto: Anthony WALLACE - AFP/Archiv

In Hongkong hat am Montag der Berufungsprozess gegen zwölf im vergangenen Jahr verurteilte Demokratieaktivisten begonnen. Die Angeklagten waren zusammen mit 43 weiteren Aktivisten im bisher größten Prozess gegen die Hongkonger Demokratiebewegung im November wegen Aufruhrs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Am Montag versammelten sich Anhängerinnen und Anhänger der Demokratiebewegung zur Unterstützung der Angeklagten vor dem Gericht.

Textgröße ändern:

"Ich hoffe, dass sie merken, dass die Hongkonger sie nicht vergessen haben", sagte ein Demonstrant. Er erwarte nicht viel von dem Berufungsverfahren, sagte ein weiterer Mann. "Aber ich will sie trotzdem unterstützen." Die Bevölkerung habe immer weniger Interesse an den Gerichtsverfahren gegen die Demokratiebewegung.

Die China-Direktorin von Amnesty International, Sarah Brooks, bezeichnete die Anhörungen als "entscheidenden Test" für die Meinungsfreiheit in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Sie forderte die Aufhebung der Urteile.

Die Anhörungen in dem Berufungsverfahren sollen sollen zehn Tage dauern. In dem Verfahren, in dem die Aktivisten im vergangenen Jahr verurteilt worden waren, ging es um inoffizielle Vorwahlen für die Parlamentswahl in Hongkong im Jahr 2020. Bei diesen sollten prodemokratische Kandidaten für die später abgesagte Wahl bestimmt werden. 2021 waren ursprünglich 47 damalige Abgeordnete, Gewerkschaftler, Wissenschaftler und Aktivisten verhaftet worden. Zwei von ihnen wurden im Mai 2024 freigesprochen.

Grundlage des Verfahrens ist das sogenannte chinesische Sicherheitsgesetz. Seitdem Peking das Gesetz am 30. Juni 2020 erließ, geht die Zentralregierung unter Vorwürfen wie Separatismus, Aufruhr, Terrorismus oder Kollaboration mit dem Ausland gegen Kritikerinnen und Kritiker vor. Noch bis vor wenigen Jahren galt die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong als Bastion der Meinungsfreiheit in China.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Großbritannien: Fünf Festnahmen wegen Verdachts auf Vorbereitung einer "Terrortat"

Nach einem ernsten Vorfall in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes im Südwesten Englands hat die Polizei fünf Männer wegen des Verdachts der Vorbereitung einer "Terrortat" festgenommen. Die Anti-Terror-Polizei leite die Ermittlungen zu dem Vorfall an der Royal Air Force-Basis Fairford, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatte sie angegeben, mehrere Männer seien wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden.

JU-Chef Winkel will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen

Der Vorsitzende der Jungen Union und neue Vizechef der Unionsfraktion, Johannes Winkel (CDU), will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen. Winkel forderte im "Ronzheimer"-Podcast von Paul Ronzheimer, den Sozialstaat massiv zu reformieren. Dabei solle bei der Höhe der Sozialleistungen entscheidend sein, ob jemand bereits ins System eingezahlt habe oder nicht. Besonders betroffen wären demnach Migranten.

Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister Lawrow

Erstmals seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor viereinhalb Jahren haben sich die Außenminister aus Deutschland und Russland getroffen - eine Annäherung gab es aber nicht. Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) der ARD. Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine wurden am Wochenende mehr als 20 Menschen getötet.

Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende

Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak streben eine zweite Amtszeit an. Beide wollen sich beim Parteitag Anfang Dezember erneut zur Wahl stellen, wie sie am Sonntag mitteilten. "Ich kandidiere erneut als euer Bundesvorsitzender, um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen", schrieb Banaszak in einer Mail an seiner Unterstützer. Sie bewerbe sich "gemeinsam mit Felix erneut um den Co-Vorsitz unserer Partei", teilte Brantner auf Instagram mit.

Textgröße ändern: