Pallade Veneta - Frankreich demonstriert bei Militärparade Einsatzbereitschaft

Frankreich demonstriert bei Militärparade Einsatzbereitschaft


Frankreich demonstriert bei Militärparade Einsatzbereitschaft
Frankreich demonstriert bei Militärparade Einsatzbereitschaft / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Bei seiner traditionellen Militärparade zum Nationalfeiertag hat Frankreichs Armee demonstrativ sofortige Einsatzbereitschaft präsentiert. Unter anderem zogen am Montag Einheiten einer Panzerbrigade in Kampfanzügen über die Champs-Elysées im Herzen von Paris. Insgesamt beteiligten sich etwa 7000 Soldatinnen und Soldaten, knapp 250 Fahrzeuge und 200 Pferde der Republikanischen Garde. Erst am Vorabend hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine weitere Aufstockung des Verteidigungsbudgets angekündigt.

Textgröße ändern:

Zu der Panzereinheit in Kampfanzügen sagte der Pariser Militärgouverneur Loïc Mizon: "Wir wollen unseren Bürgern eine Kampfeinheit präsentieren, die jederzeit entsandt werden kann." Die französischen Streitkräfte wollen noch in diesem Jahr in der Lage sein, jederzeit 7000 Soldatinnen und Soldaten samt Ausrüstung innerhalb von zehn Tagen einsetzen zu können.

Um die strategischen Partnerschaften mit anderen Ländern zu demonstrieren, nahmen auch Militärflugzeuge aus mehreren Ländern an der Flugschau teil, unter anderem aus Deutschland, Großbritannien, Italien und der Schweiz. Die französische Kunstflugstaffel Patrouille de France überflog die Champs-Elysées als erste und zog eine Spur in den französischen Nationalfarben an den Himmel.

Ehrengast war in diesem Jahr der indonesische Präsident Prabowo Subianto, der neben Macron auf der Tribüne saß. Zudem nahmen 450 Soldaten aus seinem Land an der Parade teil. Indonesien hatte kürzlich angekündigt, Rafale-Kampfflugzeuge und weitere französische Rüstungsgüter anzuschaffen.

Macron hatte am Vorabend der Parade eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets um 6,5 Milliarden Euro bis 2017 angekündigt. "Die Freiheit war seit 1945 nie so bedroht wie heute", sagte er in einer Ansprache an die Armee. Die Welt befinde sich in einer Zeit des Umbruchs. "Nie hing die Freiheit auf unserem Kontinent so von unseren aktuellen Entscheidungen ab." Dabei verwies er auf "Imperialismen und Annexionsmächte" wie Russland, das im Februar 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet hatte.

Macron prangerte an, dass die internationale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg mehr und mehr zerfalle - und "da es keine Regeln mehr gibt, ist es das Gesetz des Stärkeren, das sich durchsetzt". Frankreich müsse sich vielen Herausforderungen stellen, "um frei zu bleiben". Der Präsident kündigte zudem an, der militärischen Ausbildung junger Menschen "einen neuen Rahmen" zu geben. Von einer Wehrpflicht ist Frankreich noch weit entfernt, aber es sollen mehr junge Menschen motiviert werden, sich für den Militärdienst zu melden.

Die Militärparade fand wie üblich auf den Champs-Elysées statt, nachdem sie im vergangenen Jahr wegen der Olympischen Sommerspiele verlegt worden war. Für den Abend war ein großes Feuerwerk am Eiffelturm geplant, das von einer Lichterschau mit mehr als tausend Drohnen begleitet werden sollte.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister Lawrow

Erstmals seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor viereinhalb Jahren haben sich die Außenminister aus Deutschland und Russland getroffen - eine Annäherung gab es aber nicht. Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) der ARD. Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine wurden am Wochenende mehr als 20 Menschen getötet.

Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende

Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak streben eine zweite Amtszeit an. Beide wollen sich beim Parteitag Anfang Dezember erneut zur Wahl stellen, wie sie am Sonntag mitteilten. "Ich kandidiere erneut als euer Bundesvorsitzender, um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen", schrieb Banaszak in einer Mail an seiner Unterstützer. Sie bewerbe sich "gemeinsam mit Felix erneut um den Co-Vorsitz unserer Partei", teilte Brantner auf Instagram mit.

Großbritannien: Ernster Vorfall nahe Luftwaffenbasis - Mehrere Festnahmen

Die britische Polizei hat in der Nähe eines Luftwaffenstützpunkts mehrere Männer wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen. Experten für die Entschärfung von Bomben würden derzeit "mehrere Fahrzeuge untersuchen", teilte die Polizei der südwestlichen Grafschaft Gloucestershire am Sonntag mit und sprach von einem ernsten Vorfall. Medienberichten zufolge übernahm die Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen. Die Royal Air Force-Basis Fairford wird auch von der US-Luftwaffe genutzt.

Schweizer lehnen strengere Auslegung von Neutralität ab

Die Menschen in der Schweiz haben mit großer Mehrheit gegen eine strengere Auslegung der politischen Neutralität ihres Landes gestimmt. Bei einer Volksabstimmung am Sonntag votierten laut Prognosen 71 Prozent der Stimmberechtigten dafür, die Neutralität in der bestehenden Form beizubehalten. Damit kann die Schweiz auch weiterhin Sanktionen der EU etwa gegen Russland übernehmen.

Textgröße ändern: