Pallade Veneta - Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen

Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen


Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen
Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach dem Brandanschlag auf zwei Hochspannungsmasten in Berlin hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) Konsequenzen angekündigt. "Wir werden alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er der "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung vom Freitag. Unbekannte hatten den Brand am frühen Dienstagmorgen im Stadtteil Johannisthal im Bezirk Treptow-Köpenick gelegt, bei 50.000 Kunden fiel der Strom aus.

Textgröße ändern:

Seit Donnerstagnachmittag sind alle Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte im Abgeordnetenhaus, dass ein im Internet aufgetauchtes Bekennerschreiben authentisch sei. Das hätten die Ermittler festgestellt. Es sei von Tätern im "linksextremen Spektrum" auszugehen.

Wegner verurteilte den Angriff in der Zeitung mit deutlichen Worten. Die Betroffenen, darunter viele ältere Menschen und Familien mit Kindern, hätten ohne das Nötigste auskommen müssen, "nur weil einige Linksextremisten meinen, ihre Ideologie sei wichtiger als Menschenleben", sagte er. Das sei "menschenverachtend" und habe bewusst die Schwächsten getroffen.

"Wir lassen uns von solchen Anschlägen nicht einschüchtern", sagte Wegner. Der Senat arbeite mit Hochdruck daran, Berlin widerstandsfähiger zu machen und die Energieversorgung besser gegen Angriffe zu schützen.

Sprenger hatte am Donnerstag gesagt, das Bekennerschreiben weise Ähnlichkeit mit einem Bekennerschreiben vom Februar mit Bezug zur Tesla-Autofabrik im brandenburgischen Grünheide auf. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde es im Zusammenhang mit einem Brandanschlag in der Berliner Wuhlheide veröffentlicht.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

EU und Ukraine wollen bei Drohnenherstellung enger zusammenarbeiten

Die EU und die Ukraine wollen bei der Herstellung militärischer Drohnen künftig enger zusammenarbeiten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündete am Mittwoch bei einem Besuch in Kiew, beide Seiten hätten eine Vereinbarung für die Rüstungsindustrie unterzeichnet. Von der Leyen war für einen ukrainischen Nationalfeiertag nach Kiew gereist. Russland setzte derweil seine Angriffe im Süden und Nordosten der Ukraine fort.

Merz will AfD-Erfolge bei Landtagswahlen durch Reformpolitik verhindern

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich zuversichtlich geäußert, Wahlerfolge der AfD bei den Landtagswahlen im Herbst durch gute Reformpolitik zu verhindern. Die Bundesregierung habe viel auf den Weg gebracht und "ihren Rhythmus gefunden", sagte Merz am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten in Berlin. In den anstehenden Wahlkämpfen werde die Regierung dazu weiter Überzeugungsarbeit leisten.

Arztüberweisung soll digitalisiert werden

Die Arztüberweisung soll digitalisiert werden. Ein entsprechendes Gesetz beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch. Die elektronische Überweisung soll demnach schrittweise bis zum 1. September 2029 eingeführt werden. Mit dem Gesetz will die Regierung auch insgesamt die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen. So sollen die elektronische Patientenakte (ePA) ausgebaut und Gesundheitsdaten besser genutzt werden.

Bundeswehr: Zahl der Bewerber weiter gestiegen

Die Bundeswehr verzeichnet weiter steigenden Zulauf an Bewerberinnen und Bewerbern. Im Juni gab es rund 40.500 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn - ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte. Bei den Neueinstellungen gab es im Juni mit rund 10.900 ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Textgröße ändern: