Pallade Veneta - Oppositionskandidat in Kamerun erklärt sich zum Sieger der Wahl

Oppositionskandidat in Kamerun erklärt sich zum Sieger der Wahl


Oppositionskandidat in Kamerun erklärt sich zum Sieger der Wahl
Oppositionskandidat in Kamerun erklärt sich zum Sieger der Wahl / Foto: MARCO LONGARI - AFP

Nach der Präsidentschaftswahl in Kamerun hat sich Oppositionskandidat Issa Tchiroma Bakary zum Sieger erklärt. Der 79-Jährige verkündete am Dienstag im Onlinedienst Facebook: "Unser Sieg ist klar. Er muss respektiert werden." Die Regierung müsse die "Wahrheit der Urnen" anerkennen, sonst würde sie das Land "in Aufruhr versetzen". Er kündigte die Veröffentlichung von Ergebnissen aus den Regionen an. Die offiziellen Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom Sonntag werden erst in zwei Wochen erwartet.

Textgröße ändern:

Der frühere Arbeitsminister forderte damit den bisherigen Präsidenten Paul Biya heraus, der mit 92 Jahren und nach 43 Jahren an der Macht erneut kandidiert hatte. Umfragen zufolge hatte Biya, der älteste amtierende Staatschef der Welt, gute Aussichten, seine jahrzehntelange Herrschaft fortzusetzen. Allerdings löste Tchiroma überraschend große Begeisterung unter den Wählern aus und es gab Befürchtungen, dass es Wahlbetrug geben könnte. In Kamerun ist es verboten, das Endergebnis der Wahl vor der offiziellen Erklärung dazu durch den Verfassungsrat bekannt zu geben.

Im Jahr 2018 hatte sich Oppositionskandidat Maurice Kamto am Tag nach der Wahl zum Sieger erklärt. Er war danach festgenommen worden, Kundgebungen seiner Anhänger wurden unter Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern aufgelöst, dutzende Demonstranten wurden festgenommen. Bei der diesjährigen Wahl wurde der Oppositionsführer als Kandidat nicht zugelassen.

Biya regiert das zentralafrikanische Land bisher mit harter Hand. Er trat gegen elf Rivalen an, die alle einen Neuanfang für Kamerun versprachen - weg von Biyas festem Griff auf das öffentliche Leben.

Die Hälfte der Bevölkerung in Kamerun ist jünger als 20 Jahre. Ein großer Teil der Einwohner kennt nur Biya als Herrscher - er ist erst der zweite Präsident seit der Unabhängigkeit des Landes von der früheren Kolonialmacht Frankreich im Jahr 1960. Kamerun verfügt über reichhaltige natürliche und landwirtschaftliche Ressourcen.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Macron hält neue russische Mobilmachung für Ukraine-Krieg für "glaubwürdig"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält eine neue russische Mobilmachung für den Krieg in der Ukraine für "glaubwürdig". "Das heute glaubwürdige Szenario, das häufig geteilt wird, ist eines mit rund 300.000 Mann", sagte Macron am Donnerstagabend den französischen Sendern TF1 und France 2. Moskau sende ein Signal: "Wir sind bereit, noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbass einzunehmen", fügte Frankreichs Staatschef hinzu.

Frankreich will Soldaten zum Schutz des saudiarabischen Hafen Janbu entsenden

Frankreich will Soldaten und Militärgerät entsenden, um den saudiarabischen Öl-Hafen Janbu gegen Angriffe der Huthi-Miliz zu schützen. Frankreich habe sich mit Saudi-Arabien darauf verständigt, Radaranlagen und Verteidigungssysteme nach Janbu zu schicken, "nicht um uns an irgendeinem Konflikt zu beteiligen, sondern um diesen Ort zu schützen", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag im französischen Fernsehen.

Newsom: Trumps Präsidentschaft nach den Kongresswahlen in bisheriger Form vorbei

Nach Ansicht des Gouverneurs des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, wird die Präsidentschaft von Donald Trump nach den Kongresswahlen im November in ihrer bisherigen Form vorbei sein. "Wir holen uns das Repräsentantenhaus zurück", sagte der Hoffnungsträger der oppositionellen Demokraten der Nachrichtenagentur AFP und zwei anderen Medien nach einem UN-Klimagipfel in New York. "Trumps Präsidentschaft, so wie wir sie kennen, endet im November".

Nach Berlin-Wahl: Evers zu neuem CDU-Fraktionschef gewählt

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat sich die CDU-Fraktion neu aufgestellt und ihren Spitzenkandidaten Stefan Evers zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 46-Jährige trat am Donnerstag ohne Gegenkandidaten an und erhielt knapp 94 Prozent der Stimmen, wie ein Fraktionssprecher mitteilte. Evers löste den bisherigen CDU-Fraktionschef Dirk Stettner ab.

Textgröße ändern: